Produktinformationen "1.d4 - Ratgeber gegen Unorthodoxe Verteidigungen"
Gegen die Hauptverteidigungen wie Königsindisch, Nimzoindisch, Grünfeld, Benoni usw. oder z.B. das Orthodoxe und Angenommene Damengambit hat sich der 1.d4-Spieler in aller Regel seine Systeme längst zurechtgelegt.
Wesentlich unsicherer agiert er gegen die diversen Unorthodoxen Verteidigungen und Gambits. Die Literatur zu sichten ist hier mühsam, und in aller Regel ist der Gegner besser informiert. Und genau an diesem Punkt bringt dieses Buch Abhilfe: Valeri Bronznik verrät schlagkräftige Rezepte gegen vermeintliche schwarze Überraschungswaffen wie das Englund- oder Schara-Hennig-Gambit, Albins Gegengambit, Fajarowicz- und Budapester Gambit, die Keres-Verteidi-gung 1.d4 e6 2.c4 Lb4+, die Englische Verteidigung 1.d4 e6 2.c4 b6, den Stonewall durch die Hintertür, den "Tango" mit 1.d4 Sf6 2.c4 Sc6 und vieles mehr.
Ziel ist es dabei nicht immer, die gegnerische Spezialwaffe zu widerlegen, sondern dem Kontrahenten den Schneid abzukaufen, denn nichts frustriert beispielsweise einen Gambitspieler mehr als ein trockenes und etwas schlechteres Endspiel verwalten zu müssen. Wie in seinen vorherigen Eröffnungsbüchern zur Tschigorin-Verteidigung, zum Colle-System oder zur sizilianischen Basman-Sale-Variante bringt IM Valeri Bronznik auch hier viele neue Ideen und theoretische Verbesserungen ein - wie immer gepaart mit übersichtlicher Darstellung und einprägsamen Erläuterungen.
ISBN: 978-3-931192-37-2
Eigenschaften "1.d4 - Ratgeber gegen Unorthodoxe Verteidigungen"
Autor:
Bronznik Valeri
Einband:
Hardcover (gebunden)
Erscheinungsjahr:
1. Auflage 2010
Seitenzahl:
237
Sprache:
Deutsch
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Garri Kasparow hat mehr als zwanzig Jahre lang die Schachwelt dominiert und ist zweifellos der bedeutendste Spieler der heutigen Zeit. Sein dynamisches Schachverständnis und seine tiefgründige Vorbereitung hatten dramatischen Einfluss auf den modernen Spielstil und setzten ein Beispiel, dem heutzutage die ambitioniertesten jungen Spieler nacheifern. Wer es Kasparow gleichtun will, studiert seine Methoden und vor allem seine Partien.
Im vorliegenden Buch, dem ersten Band eines umfangreichen zweiteiligen Projekts, hat der preisgekrönte Schachautor Igor Stohl 74 von Kasparows besten und lehrreichsten Partien ausgesucht und mit detaillierten Anmerkungen versehen. Die Betonung liegt dabei auf der Erklärung des Gedankengangs hinter Kasparows Entscheidungen und der in seinen Zügen zum Ausdruck kommenden Prinzipien und Konzepte. Stohl hat sich verschiedenster Quellen einschließlich Kasparows eigener Anmerkungen bedient und liefert eine Fülle neuer Einblicke in diese bedeutenden Partien sowie zahlreiche neue analytische Gesichtspunkte.
Garri Kasparow wurde im Jahre 1963 geboren und machte Ende der 1970er Jahre mit einer Reihe erstaunlicher Resultate auf sowjetischen und internationalen Veranstaltungen nachdrücklich auf sich aufmerksam. Im Jahre 1985 besiegte er nach monumentalem Kampf Anatoli Karpow und wurde dadurch der jüngste Weltmeister der Geschichte. Zwanzig Jahre danach ist er immer noch die Nummer Eins der Welt, genießt internationales Ansehen und ist auch Nichtschachspielern nach Aufsehen erregenden Veranstaltungen wie seinen Wettkämpfen gegen den IBM-Supercomputer Deep Blue und der Partie Kasparow gegen die Welt aus dem Jahre 1999 ein Begriff.
Igor Stohl ist ein bekannter Großmeister aus der Slowakei. Er spielt in mehreren nationalen Ligen und hat sich einen Namen als Eröffnungstheoretiker gemacht. Seine gründlichen Anmerkungen erscheinen häufig in Ceskoslovensky Sach, Informator und ChessBase Magazin. Sein letztes Buch für Gambit, Instruktive Meisterwerke aus der modernen Schachpraxis, wurde mit dem Preis der US-Schachföderation für das beste Buch ausgezeichnet.
ISBN: 978-1-904600-38-1
Wahrscheinlich möchtest du deine Spielstärke verbessern oder, falls du nicht aktiv im Verein spielst, zumindest etwas mehr vom Schachspiel verstehen lernen. Das ist ein begreiflicher Wunsch, dessen Erfüllung jedoch leider mit sehr viel Arbeit und Aufwand verbunden ist, denn das Wissen über das Schachspiel hat mittlerweile die Dimensionen einer Wissenschaft angenommen.
Den meisten von uns fehlt durch die Belastung in Schule, Studium oder Beruf die Zeit und vor allem die Kraft, sich intensiv mit dem Schachspiel zu befassen und ein systematisches Training zu absolvieren.
Aber selbst ein minimales Training hilft uns schon, etwas besser Schach zu spielen und zugleich unsere mentale Fitness zu verbessern. Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg auch nur wenige Minuten am Tag mit Schachtaktik und -Technik beschäftigt, wird sich verbessern und mehr vom Schachspiel verstehen. Aus diesem Grund habe ich in diesem Buch 365 Aufgaben mit leicht verständlichen Lösungen zusammengetragen mit der Intention, dass der Leser jeden Tag eine dieser Aufgaben lösen möge. Du kannst das morgens oder abends tun, auf der Bahn- oder Busfahrt, in den TV-Werbepausen (ein sehr ergiebiges Zeitpolster!) oder bei allen Wartezeiten und Pausen, von denen es täglich selbst für äußerst angespannte Mitmenschen genügend gibt.
Natürlich ist es nicht verboten, mehr als eine Aufgabe zu lösen oder sogar generell das "Trainingsjahr" im Zeitraffertempo zu absolvieren. Wichtig ist jedoch, regelmäßig zu trainieren - besser täglich eine Kombination als ein- oder zweimal im Jahr einige Stunden geballtes Training und dann lange Zeit gar nichts mehr!
Wir beginnen mit einfachen Aufgaben und Motiven, aber keine Bange, es wird bald schwerer! Ziel ist nicht nur, Aufgaben zu lösen, sondern auch, typische Techniken und Motive zu erkennen und in den eigenen Erfahrungsschatz aufzunehmen. Bitte überspringe nicht einfach die ersten Aufgaben, sondern gehe systematisch vor. Schau dir die Lösungen genau an (nicht nur oberflächlich, ob du den richtigen ersten Lösungszug gefunden hast) und, falls es mehr als eine Lösung oder weitere Varianten gibt, schau dir alle genau an und versuche, sie zu verstehen. Versuche, die Lösung vom Diagramm aus im Kopf nachzuvollziehen, das ist zudem gleichzeitig eine gute Konzentrations- und Variantenberechnungsübung, die ebenfalls deine Spielstärke verbessern wird.
Wer lernt, auch nur einen Zug weiter zu rechnen als er das bisher konnte, wird in Blitz- oder Turnierpartien so manches mehr sehen; ob als Angreifer oder in der Verteidigung.
Bei längeren Varianten, komplizierteren Stellungen oder wenn du die Lösung nicht gleich finden kannst, ist es natürlich nötig, die Stellung auf einem Schachbrett anzuschauen und vielleicht mal versuchsweise eine Variante auszuprobieren. Hier wäre für den "mobilen Einsatz" ein Steck- oder Magnetschach ganz nützlich.
Warum Taktik-Training?
Taktik hat in der Schachpartie die größte "Spannweite"; Taktik kommt von den Eröffnungszügen bis zum Endspiel in allen Partiephasen vor.
Der Schwerpunkt der Anwendung der Taktik liegt aber meist im Mittelspiel, wo oft die Weichen für Sieg oder Niederlage schon gestellt werden - eine übersehene Springergabel oder ein Abzugsschach, und alle Endspielkunst kämpft vergebens! Taktik ist am einfachsten zu lernen. Man kann mit dem Erlernten sofort etwas anfangen und erweitert seinen Horizont, während z.B. Endspielkenntnisse für den unerfahrenen Spieler meist wenig bringen - weil ihn der Gegner durch einen taktischen Schlag schon lange zuvor besiegt hat!
Taktik lernen macht mehr Spaß als die meisten anderen Trainingsbereiche. Die kombinatorischen Ein- und Reinfälle sind interessant und manchmal sehr verblüffend und die Motive, Ideen und Mattbilder prägen sich leichter ein und bleiben uns länger im Gedächtnis als etwa Theoriezüge in der Eröffnung. Natürlich muss man, um ein guter Schachspieler zu sein, alle Phasen des Spiels beherrschen und Kenntnisse in der Eröffnung ebenso wie in Taktik und Strategie und erst recht im Endspiel haben. Aber wenn man am Anfang steht oder nicht so viel Zeit ins Training investieren kann/will, dann hilft Taktik schnell, ist gut dosierbar und macht mehr Spaß als das trockene Lernen in den anderen Bereichen der Schachtechnik.
ISBN: 978-3-9809937-3-9
Gewinner des ChessCafe.com Buch des Jahres 2009 Preises
Endauswahl für den Preis Schachbuch des Jahres 2009 des Guardian
Jeder Vereinsspieler kennt das Problem: Die Eröffnung ist vorbei, was nun?
Finden Sie zuerst den richtigen Plan, dann werden auch gute Züge folgen!
Mit diesem Buch präsentiert der Internationale Meister Herman Grooten Amateurspielern einen kompletten und strukturierten Kurs darüber:
wie man wesentliche Merkmale in allen Stellungstypen erkennt und
wie sich diese Merkmale ausnutzen lassen, um den richtigen Plan auszuwählen.
Seine Lehren basieren auf den berühmten “Elementen” von Wilhelm Steinitz, Grooten hat die Arbeit des ersten Weltmeisters aber wesentlich erweitert und aktualisiert. Er liefert viele moderne Beispiele, die bei seiner Betreuung talentierter Jugendlicher den Praxistest bestanden haben.
In Schachstrategie für Vereinsspieler erlernen Sie die Grundelemente für ein positionelles Verständnis: Bauernstruktur, Figurenspiel, Entwicklungsvorsprung, offene Linien, Schwächen, Raumvorteil und Sicherheit des Königs. Sie meistern die Kunst, einen vorübergehenden Vorteil in andere, dauerhaftere Vorteile umzuwandeln.
Der Autor erklärt ebenfalls, was zu tun ist, wenn in einer gegebenen Stellung die Grundprinzipien in verschiedene Richtungen zu deuten scheinen. Jedes Kapitel dieses Grundlagenlehrbuchs endet mit einer Reihe von äußerst lehrreichen Übungen.
Herman Grooten ist ein Internationaler Meister und Schachtrainer mit über 25jähriger Erfahrung. Etliche seiner Schützlinge sind inzwischen zu Großmeistern geworden, unter ihnen Loek van Wely und Jan Werle.
ISBN: 978-90-5691-343-4
"Der Gegner hat auch das Recht mitzuspielen”, sagte ironisch Savely Tartakower. Manchmal lassen wir uns von eigenen Gedanken so stark hinreißen, dass wir den Gegner vergessen und müssen dann dafür hart büßen. ...
... Noch keinem Schachspieler ist es gelungen, diesen Fehler vollständig auszumerzen, aber einige machen ihn seltener, andere mehr. Manche extrem selbstsichere Optimisten machen ihn in nicht beneidenswerter Regelmäßigkeit. Die Sammlung von Übungen, die Sie jetzt in Händen halten, wird Ihnen hoffentlich helfen, einige bedeutende Fortschritte in diesem Bereich zu machen und sollte schließlich zur Verbesserung der Turnierergebnisse und der allgemeinen Spielstärke führen.(aus dem Vorwort von Mark Dvoretsky)
Mark Dvoretsky wurde 1947 in Moskau geboren. Er ist Internationaler Meister, Verdienter Trainer der UDSSR, von Russland und Georgien sowie FIDE Seniortrainer. Zu Recht gilt er als einer der besten Trainer der Welt. Mehrere seiner Schüler wurden starke Großmeister: u.a. S. Dolmatov, A. Jussupow, A. Dreev, V. Zvjagintsev, E. Inarkiev. Mark Dvoretsky ist ein außerordentlich erfolgreicher Buchautor. Für seine Bücher "Die Endspieluniversität" und "Tragikomödien im Endspiel" erhielt er 2010 von der FIDE die Boleslavsky Medaille.
ISBN: 978-3-933365-25-5
Vorwort zur Trainingshandbuch-Reihe:
"Der Gegner hat auch das Recht mitzuspielen”, sagte ironisch Savely Tartakower. Manchmal lassen wir uns von eigenen Gedanken so stark hinreißen, dass wir den Gegner vergessen und müssen dann dafür hart büßen. Wie schrieb Kortschnoj: "Nun, wenn Sie nicht kontrollieren, was der Gegner macht, werden Sie am Ende von jedem Spiel Ihr Pech beklagen.
Noch keinem Schachspieler ist es gelungen, diesen Fehler vollständig auszumerzen, aber einige machen ihn seltener, andere mehr. Manche extrem selbstsichere Optimisten machen ihn in nicht beneidenswerter Regelmäßigkeit. Die Sammlung von Übungen, die Sie jetzt in Händen halten, wird Ihnen hoffentlich helfen, einige bedeutende Fortschritte in diesem Bereich zu machen und sollte schließlich zur Verbesserung der Turnierergebnisse und der allgemeinen Spielstärke führen.
Die Trainingshandbuch-Reihe besteht aus drei Bänden, die, auf ihre Art, Fähigkeiten entwickeln sollen, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern auch für den Gegner, oder sogar sich in die Stelle des Gegners versetzen zu können. (RR: später können auch weitere Bände zu verschiedenen Themen erscheinen). Die Beispiele in den ersten beiden Bänden ( Band 1: "Aufmerksamkeit gegenüber gegnerischen Möglichkeiten”, Band 2: "Ausschlussmethode & Fallenspiel”) sind hauptsächlich taktisch. Band 3 - "Prophylaktisches Denken” - besteht meistens aus positionellen Übungen. Apropos, die Grenze zwischen positionellem und taktischem Spiel ist heutzutage sehr schmal, manchmal kann man es sogar bei der Analyse einer einzigen Stellung nicht genau feststellen, geschweige in der ganzen Buchreihe, die viele unterschiedliche Beispiele bringt.
Mein Hauptziel war, dem Leser qualitativ guten Stoff zum Selbsttraining für die oben genannten wichtigen Bereiche des Variantenberechnens zu liefern, die von Buchautoren normalerweise ignoriert werden. Man kann natürlich einige Beispiele in jedem Übungsbuch finden, aber sie sind dort mit vielen anderen Stellungen vermischt, eine gezielte Sammlung für diese Themen habe ich noch nie gesehen. Die einzige mir bekannte Ausnahme sind die Bücher von Artur Jussupow, sie sind nach einem ähnlichen Prinzip aufgebaut wie das aktuelle Handbuch.
Jedes Thema fängt mit einem kurzen "theoretischen” Teil an. Danach kommen Dutzende von Übungsstellungen, die sich natürlich nach dem Prinzip "von einfach bis kompliziert” steigern (die Aufteilung ist selbstverständlich nicht ganz streng). Die hier trainierten Fähigkeiten, die Suche nach dem Zug und das Variantenberechnen, werden Ihnen in allen Partiebereichen nützlich sein, deswegen sind Stellungen aus der Eröffnung, dem Mittelspiel und Endspiel dabei und zwar nicht nur aus praktischen Partien, sondern auch aus Studien. Die Beispiele aus dem Erklärungsteil und aus den Diagrammen bei den "Lösungen” kann man natürlich auch als Aufgabe nutzen, besonders wenn das Diagramm mit O (Weiß am Zug) oder o (Schwarz am Zug) bezeichnet ist.
Die Kommentare zu den Lösungen sind sehr ausführlich, sie erläutern nicht nur die Hauptlinie, sondern auch die erklärungsnötigen Nebenvarianten. Ich dachte, dass es wichtig ist, die Logik bei der Suche nach einer Entscheidung zu demonstrieren und zu zeigen, wie ein Schachspieler am Brett zu den richtigen Schlussfolgerungen kommen kann. Die von mir vorgetragenen Bemerkungen und Varianten sind selbstverständlich nicht für alle nötig. Bestimmt können Sie das Ziel oft auch anders erreichen. Das ist normal, weil jeder von uns seinen eigenen Kopf hat sowie seinen eigenen Algorithmus bei seinen Entscheidungen.
Noch einige technische Kleinigkeiten:
Wie in allen meinen Büchern sind die Zitate kursiv gedruckt.
In Beispielen aus dem Erklärungsabschnitt sind die Züge, die die Spieler gemacht haben, fettgedruckt. Beim Lösungsteil ist es anders, dort sind die Züge der Hauptlösung ausgezeichnet, egal, ob sie in der Partie gespielt wurden oder nicht.
Die Studien beginnen oft nicht mit der ursprünglichen Anfangsstellung, in diesem Fall ist der Name des Komponisten mit * gekennzeichnet. Die gleichen Symbole verwende ich bei praktischen Stellungen, die nicht in der Partie, sondern bei der Analyse entstanden sind.
Die meisten Beispiele sind aus meiner Kartei-Datenbank, die ich seit mehreren Jahrzehnten gesammelt habe. Es ist klar, dass ich viele gute Beispiele bereits in meinen anderen Büchern verwendet habe. Lohnt es sich, sie Ihnen noch mal vorzutragen? Ich habe einen Kompromiss gefunden.
Am Ende jedes Buches meiner 4-bändigen Reihe "Lektionen von Russlands Spitzentrainer” gibt es eine thematische Übersicht, die alle Aufgaben nach den Fähigkeiten sortiert, die sie trainieren sollen. Unsere vier Themen gehören auch dazu. Die Übungen aus diesen Büchern habe ich hier nicht verwendet (vielleicht nur eine oder zwei), weil der Leser sie leicht finden kann, wenn er die Arbeit in gleicher Richtung fortsetzen will. Auch die Übungen aus dem Test "8 x 12” aus "Der Selbstständige Weg zum Schachprofi” sind nicht dabei. In der Themenliste der damaligen acht Tests aus zwölf Stellungen wurden alle unsere Themen vorgestellt.
In meinen anderen Büchern gibt es auch passende Beispiele, aber Sie können sie, wegen der fehlenden Übersichtsliste, nicht so einfach finden. Deswegen habe ich mich entschlossen, manche Übungen auch hier zu verwenden. Eigentlich sind es nicht viele, die meisten Beispiele finden Sie in meinen früheren Büchern nicht.
Viele der untersuchten Beispiele aus Partien könnten zum Begriff "Tragikomödien” (der zuerst in meiner "Endspieluniversität” ausgiebig benutzt wurde) gut passen: einer oder sogar beide Spieler machen gröbste Fehler. Solch eine Sammlung ist nicht absichtlich, aber sie ist auch kein Zufall. Genau solche Episoden ziehen die Aufmerksamkeit der Kommentatoren bei den Partienanalysen für Zeitschriften, Bücher oder Internetseiten auf sich und haben deswegen auch in meiner Datenbank ihren Platz gefunden. Bei der Demonstration von einfachen Fehlern die GMs machen, gibt es auch eine positive Seite. Dadurch wird klar, dass man auch gegen sehr starke Schachspieler erfolgreich Widerstand leisten kann, wenn man Fortschritte im eigenen Spiel erreicht hat. Diese Aufgabe ist auf keinen Fall zu schwer und mit systematischem Training erreichbar, deswegen sollte man es mindestens versuchen.
Prophylaktisches Denken:
Die Idee der Prophylaxe wurde von dem größten Schachdenker Aaron Nimzowitsch entwickelt. Er definierte sie als das Treffen von Maßnahmen, um "einigen im positionellen Sinne unerwünschten Möglichkeiten von vornherein die Spitze abzubrechen“. Allerdings beschränkte er die Anwendung der Prophylaxe aus irgendeinem Grund auf die Verhinderung von befreienden Bauernzügen (sowie auf die "Überdeckung” von strategisch wichtigen Punkten, das ist meiner Meinung nach ein etwas anderer Fall, den wir hier nicht untersuchen werden).
Irgendwann beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema "Prophylaxe” und sah, dass sie in wesentlich mehr Situationen (als die von Nimzowitsch untersuchten) Anwendung finden kann. Das Wichtigste war aber, die Entscheidung sich nicht nur auf die prophylaktischen Züge selbst, sondern viel mehr auf den Prozess ihrer Suche zu konzentrieren.
Um gegnerische Ideen zu verhindern, muss man sie erst erkennen. Das bedeutet, man muss lernen, sich an die Stelle des Gegners zu versetzen und so feststellen, was für ihn gut sein könnte. Zum Prozess solchen Nachdenkens passt (obwohl nur mit einem relativen Anteil) der in der Psychologie gut bekannte Terminus "Empathie”. Allerdings unter Berücksichtigung eines Teils des philosophischen Prinzips "Ockhams Rasiermes-ser”: "Ohne guten Grund, schaffen Sie keine neue Wesen!”, entschloss ich mich, den in der Schachtheorie verbreiteten Terminus zu benutzen, aber nur mit dem Unterschied, dass ich normalerweise nicht von Prophylaxe, sondern von "prophylaktischem Denken” rede.
Das prophylaktische Denken ist gleichzeitig eine Gewohnheit, sich ständig zu fragen, was hat mein Gegner vor, wie würde er jetzt am Zug spielen, sowie die Fähigkeit eine Antwort auf diese Fragen zu finden und sie in den eigenen Überlegungen zu berücksichtigen.
Mark Dvoretsky wurde 1947 in Moskau geboren. Er ist Internationaler Meister, Verdienter Trainer der UdSSR, von Russland und Georgien sowie FIDE Seniortrainer. Zu Recht gilt er als einer der besten Trainer der Welt. Mehrere seiner Schüler wurden starke Großmeister: u.a. S. Dolmatov, A. Jussupow, A. Dreev, V. Zvjagintsev, E. Inarkiev. Mark Dvoretsky ist auch ein außerordentlich erfolgreicher Buchautor. Für seine Bücher "Die Endspieluniversität” und "Tragikomödien im Endspiel” erhielt er 2010 von der FIDE die Boleslavsky Medaille.
ISBN: 978-3-933365-27-9
20,50 €*
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